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Wann ist die Tracht entstanden

Wir tragen die Lindhorster Tracht, wie sie in den Schaumburg-Lippischen Kirchenspielen Heuerßen, Lindhorst und Probsthagen getragen wurde.
In einer leicht abgewandelten Form wird sie auch in den zur Grafschaft Schaumburg gehörenden Kirchenspielen Aplern, Bad Nenndorf, Beckedorf, Hohnhorst und Rodenberg getragen.
Die Schaumburg-Lipper bezeichnen diese Tracht als “Heschen Teuch” (die Grafschaft Schaumburg gehörte nähmlich lange zu Hessen).

Frauen tragen die Tracht, wie sie ab den 20er bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts getragen wurde. Die Männer (mit Kittel) wie sie bis ca. 1870 getragen wurde, oder (mit Kaputt) bis ca. zum 1. Weltkrieg.

Die Lindhorster Tracht gehört zu den Schaumburger Trachten. Zu ihr gehören noch die Bückeburger, Friller Holltruper und Apelerner Tracht

Wann die Tracht entstanden ist, weiß man nicht mehr genau. Erste Aufzeichnungen und Litographien stammen vom Ende des 18. Jahrhunderts. Zu der Zeit sahen die Trachten im Norddeutschen Raum sehr ähnlich aus. Ab ca. des 19. jahrhunderts legten in Deutschland der größte Teil der bäuerlichen Bevölkerung iher Tracht ab. Ab ca. 1870 wurde aber in einigen Teilen Schaumburgs die tracht weiterentwickelt und prachtvoller ausgestattet. Man verwendete breitere Bänder, Seidenstoffe und Goldperlen, diese wurden in großen Mengen verarbeite und die Stickereien wurden großflächiger.
Das Markenzeichen der Frauentracht ist der rote Rock aus schweren Wollstoff in mehreren Qualitäten mit Bandbesatz (Bänder in verschiedenen Ausführungen: Vigelett-,  Schlangen- und Zametsband). Das Schaumburger Land wird auch als Land der Roten Röcke bezeichnet. Es gibt aber auch in anderen Regionen Norddeutschlans Trachten mit roten Röcken. Für das Nähen eines Rockes bekam der Schneider damals 2 Reichsmark.